YONA: VIRTUAL REALITY GAME

Wie beeinflussen uns Medien und Technologie?
«Yona – the Game» lässt die Zuschauer die Zukunft fühlen. Das VR-Erlebnis für Google Cardboard und Samsung Gear spielt in der gleichnamigen Stadt Yona, wo Personal Assistants und ein Punktesystem in der Gesellschaft normal sind. Das Game wurde im Sommer 2017 im AppStore und PlayStore veröffentlicht. Ausserdem ist das Game auch auf Desktop-Computern spielbar als WebGL.

Umsetzung: An diesem Projekt beteiligt waren ausserdem: Julia Leu (Projektleitung), Rebecca Gangl (Technische Leitung, 3D-Modelling, Animation und Programmierung), Remo Moser (3D-Design, 3D-Modelling und Audio) und Fabian Sommer (Design, Animation und Audio). Ich war für das Storytelling, Web Development, Audio und die Implementierung in die Stores zuständig. Mehr Informationen zum Projekt findest du auf yonathegame.com oder digezz.ch.

Zum Inhalt: Ein Punktesystem für die Individuen einer Gesellschaft – für unsere Generation eine abstruse Idee. In China wird dies mit dem Projekt «Citizen Score» aber bereits durchgeführt. Jetzt noch freiwillig, doch bis 2020 soll es für alle Menschen mit chinesischem Pass obligatorisch sein. Wer 600 Punkte erreicht, erhält günstigere Kredite, ab 750 Punkten darf man nach Europa reisen.

In der Schweiz ist das kein Thema. Doch auch wir begeben uns in die Hände der voranschreitenden Technologie. So gerne wir auf unseren Rechten beharren, so gerne nutzen wir auch Google und Facebook – und geben dabei unsere ganzen persönlichen Daten preis. Es ist leicht, sich nichts dabei zu denken.

Deshalb ist die Frage, ob die Technologie bald unser ganzes Leben bestimmen wird, berechtigt. Die Macher von Yona sind der Meinung, dass es Zeit ist, einen Schritt zurück zu machen und das Ganze aus der Distanz zu betrachten.

«Yona – the Game» zeigt unsere Welt, wie sie in nicht allzu ferner Zukunft aussehen könnte. Mithilfe von Virtual Reality können die Zuschauer die Welt nicht nur betrachten – sie tauchen gänzlich in dieses Szenario ein.